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Für meinen ersten Blogbeitrag wähle ich eine brandneue Opernrezension, und zwar für die morgen (30.11.2008) stattfindende Premiere von „Eugen Onegin" in der Stuttgarter Staatsoper.

Da ich bei der Generalprobe dabei war, kann ich brühwarm berichten.


Zuerst meine Inhaltsangabe für: Tschaikowski: Eugen Onegin
Romanvorlage: Aleksandr Puschkin

 

Die Familie

Olga und Tatjana leben mit ihrer Mutter Larina und der Dienerin Filipjewna auf einem Gut in Russland. Die romantische Tatjana liest viel und leidet mit ihren Figuren. Die unkomplizierte Olga ist mit dem Schriftsteller Lenski verlobt, der sie seit Kindertagen liebt. Eines Tages bringt Lenski einen Freund mit, der aus der grossen, weiten Welt auf sein Gut zurück kam. Onegin ist immer noch geschafft vom tagelangen Sitzen (ohne frische Luft!) am Sterbebett seines Vaters. Tatjana verliebt sich sofort in diesen arroganten Pomadenhengst.


Tatjanas Brief
Am Abend schreibt sie ihm einen langen Brief, den sie während der Nacht immer wieder verbessert. Filipjewnas Enkel überbringt ihn Onegin.
Als Tatjana ihn am Abend im Garten trifft, bläht er sich vor ihr auf. Von oben herab erklärt er ihr, das sie nur auf Grund ihrer Jugend in ihn verliebt ist, ohne zu wissen, was das bedeutet. Er jedenfalls verspürt keinen Ehrgeiz für eine Ehe.


Ländliche Tanzfeste
Auf dem grossen Ball im Gutshaus (Ballsaal, Festkleider, Tanz) sind auch Lenski und Onegin eingeladen. Onegin tanzt vorerst nur mit Tatjana, begleitet vom Getuschel der Gäste. Diese hinterwäldlerische Atmosphäre ödet ihn derart an, dass er dafür seinen Ärger an Lenski auslässt, weil der ihn mit hierher geschleppt hat. Er schnappt ihm demonstrativ Olga vor der Nase weg und tanzt nur noch mit ihr, bevor beide verschwinden.


Duell
Lenski fordert Onegin nach dieser Demütigung zum Duell im Morgengrauen auf. Das war der folgenschwerste Fehler seines jungen Lebens. Denn da Onegin nur provozieren wollte, ohne sich ernsthaft für Olga zu interessieren, ist dieser Preis zu hoch. Schon jetzt steht fest, dass es keinen Sieger, sondern nur einen Besiegten geben wird. Und in der Tat verwandelt dieser sich bald in einen depressiven Alkoholiker.


Ball
Auf einem Ball (Festtafel, Ballkleider, Balletteinlagen) des Fürsten Gremin sieht Onegin die Herrin des Hauses, Tatjana, wieder. Aus dem kleinen Teenager ist eine selbstbewusste und schöne junge Frau geworden, von ihrem Gatten geliebt und vergöttert, während er ruhelos umherschweift, immer mit Lenskis Schatten im Nacken.


Zu spät
Er verliebt sich in sie und denkt mit Schauder an seine Zurückweisung.
In einer Aussprache wirft sie ihm vor, sie sehr verletzt zu haben. Auch wenn sie ihn einmal ehrlich geliebt hat, so liebt sie heute ihren Gatten, und er sie. Eine Verbindung mit ihm kommt nicht in Frage, auch wenn er noch so sehr auf den Knien um sie herumscharwenzelt.

Sie geht und hört nicht mehr seinen letzten aussichtslosen Aufschrei:

"Du bist Mein"


Wozu auch ...Männer!


 

Aufführungen:

>>  "Eugen Onegin" in der Stuttgarter Staatsoper

 

>>   Musikalisches Erlebnis auf höchstem Niveau 


 



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